Paartherapie und Eheberatung in Oldenburg: Qualifizierte Kurzzeittherapie in schwierigen Lebenslagen

Paartherapie und Eheberatung

Paartherapie und Eheberatung in Oldenburg - Interview mit Frau Reemts

Kurzinterview

"Neue Impulse als Hilfe zur Selbsthilfe."

Frau Reemts, welche Hilfe bieten Sie in Ihrer Praxis an, und wer kommt zu Ihnen?

Ich bin Heilpraktikerin und Paartherapeutin mit Praxis bei Oldenburg. Zu mir kommen Paare in Konfliktsituationen, die sie ohne Unterstützung nicht mehr konstruktiv lösen können. Meistens befinden sie sich einem Lebensabschnitt, der tiefe Veränderungen mit sich bringt: Hauskauf, Geburt eines Kindes, oder die Kinder gehen aus dem Haus. Das sind sogenannte Statuspassagen, neue Lebensphasen, in denen bei Paaren Konflikte und Verunsicherungen spürbar werden. Oft kommen die Paare dann mit den bisherigen Strategien nicht mehr weiter. Die Konflikte wachsen, ein Seitensprung kann das Fass zum Überlaufen bringen. Spätestens das gibt dann oft den Anstoß, Hilfe von außen zu holen.

Mit welchen Methoden arbeiten Sie?

Es sind vor allem Methoden aus der Verhaltens- und Gestalttherapie, der Körpertherapie, der Systemischen Aufstellungsarbeit sowie der Hypnotherapie. Zudem fließen mein Wissen und meine Erfahrung aus fast 20 Jahren therapeutischer Praxis in die Beratung ein. Meine Aufgabe sehe ich hier in erster Linie als Impulsgeberin und Wegbegleiterin, die eine für eine begrenzte Zeit lang Hilfe zur Selbsthilfe anbietet.

Ein Schwerpunkt Ihrer Arbeit ist die Prophylaxe von Konflikten. Was hat es damit auf sich?

Mir ist wichtig, dass eine Paartherapie nicht erst ansetzt, wenn es eigentlich bereits zu spät ist, also die Gräben schon unüberwindbar tief sind und Sprachlosigkeit im Paar herrscht. Genau dann aber kommen die meisten Paare zum ersten Mal. Viel sinnvoller ist Prävention, also etwas zu tun, wenn die ersten Probleme auftauchen, die sich dann noch nicht verfestigt haben. Zu diesem Zeitpunkt besteht eine größere Chance, um Möglichkeiten zur Selbstreflexion anzubieten. In dieser Art der Prävention können alte Verletzungen angesprochen werden, und die eigenen aktuellen Bedürfnisse deutlich gemacht werden, bevor sie den Alltag so sehr vergiften, dass eine normale Kommunikation nicht mehr möglich ist. Der Effekt einer solchen vorbeugenden Beratung hält dann auch deutlich länger an und verhütet die weitere Eskalation. Es funktioniert ähnlich wie in der medizinischen Prophylaxe, wo man ja auch zunehmend dazu übergeht, gesundheitsfördernde Maßnahmen zu ergreifen, solange der Mensch noch nicht krank ist: Neue Impulse als Hilfe zur Selbsthilfe.

(Interview: Eva Tenzer)

Praxisgemeinschaft Reemts & Menke

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